Finanziell absichern (1)

Finanziell absichern: Ein unkomplizierter 10-Schritte-Plan

Du machst dir Sorgen, um die Zukunft und fürchtest finanzielle Engpässe im Alter? Dann ist es jetzt Zeit zu handeln! Im folgenden Leitfaden lernst du, wie du dich ohne Einschränkungen langfristig finanziell absichern kannst.

Vermögensaufbau ist kein Sprint bei dem es darum geht kurzfristig viel Energie freizusetzen und schnell ans Ziel zu kommen.
Er gleicht eher einem Marathon, für den jahrelanges Training und eine enorme Grundlagenausdauer notwendig ist.

Finanzielle Absicherung braucht einen Plan

Gehörst du auch zu den Menschen, die das Thema Altersvorsorge immer weiter vor sich her schieben? Das Alter scheint schließlich noch sehr weit entfernt zu sein, warum also heute schon für später sparen?

Wie es dir geht, geht es vielen anderen auch. Sie überschätzen die Zeit, die ihnen bleibt, um finanziell vorzusorgen und möchten sich in ihrem gegenwärtigen Lebensstandard nur sehr ungern für einen späteren Zeitpunkt einschränken, von dem sie gar nicht wissen, ob sie ihn jemals erleben.

Natürlich: Niemand von uns weiß zweifelsfrei, ob er das Rentenalter jemals erleben wird. Viel zu oft sterben Menschen auf tragische Weise viel zu jung. Warum sollte man sich also während der Zeit, die man auf diesem Planeten verbringen darf, unnötig einschränken.

Doch um das Alter und unnötige Einschränkungen geht es beim Thema finanzielle Absicherung gar nicht unbedingt.

Finanziell absichern für….

Sicherlich spielt das Alter beim Thema finanzielle Vorsorge eine große Rolle, denn niemand weiß wie lange das Rentensystem in der Form wie wir es kennen noch aufrecht erhalten werden kann. Die geburtenstarken Jahrgänge (1946-1964) gehen nach und nach in den Ruhestand. Die Jüngeren zahlen für die zahlenmäßig stärker vertretenen Älteren. Die Kassen sind leer. Es wird bereits öffentlich über eine erneute Anhebung des Renteneintrittsalters diskutiert. Niemand weiß gewiss, wie hoch die staatliche Rente eines Tages ausfallen wird.

Es ist also Zeit vorzusorgen!

Doch nicht allein für das Alter lohnt es sich dir ein finanzielles Polster aufzubauen. Schließlich können dich finanzielle Engpässe schon zu einem viel früheren Zeitpunkt im Leben treffen.

Auch wenn eine Arbeitslosigkeit im Zuge der gegenwärtigen Entwicklung des Arbeitsmarktes immer unwahrscheinlicher zu werden scheint, können Krankheiten oder andersartige Schicksalsschläge dennoch schnell das Ende deiner Erwerbstätigkeit bedeuten. Finanzielle Rücklagen können in solchen Zeiten rettende Anker bedeuten.

Vermögensaufbau trotz geringem Einkommen?

Möglicherweise wirst du nun einwenden, dass du von deinem geringen Einkommen doch gar nichts zur Seite legen kannst. Dass dir gerade in der Zeit der immer weiter steigenden Inflation und der erhöhten Energiekosten das Geld aus den Händen zu rinnen scheint.

Doch genau aus diesem Grund wird es nun Zeit noch heute mit dem Vermögensaufbau zu beginnen! In Zeiten wie diesen profitieren jene, die regelmäßig Geld für schlechte Zeiten zurückgelegt haben.

Es ist nicht dein Gehalt, dass dich reich macht, sondern nur das Geld, das du nicht ausgibst!

Sicherlich kann ein hohes Einkommen den Vermögensaufbau erleichtern. Ein hohes Einkommen bedeutet jedoch nicht grundsätzlich Reichtum! Wie oft hört man schließlich von Prominenten, die Kapital in siebenstelliger Höhe in kürzester Zeit zum Fenster herausgeworfen haben und vor den Trümmern ihrer Existenz standen.

Versteck dich also nicht länger hinter deinem geringen Einkommen und übernehme noch heute Verantwortung für deine Finanzen.

Finanzielle Freiheit genießen

Finanziell absichern: Schritt-für-Schritt Anleitung

Du hast begriffen, dass es nun endlich Zeit geworden ist, deine Finanzen in die Hand zu nehmen? Herzlichen Glückwunsch!

Der folgende 10-Schritte-Plan soll dich dabei unterstützen das Bestmögliche aus deiner finanziellen Lage zu machen.

1. Schritt: Analysiere dein Sparverhalten

Frage dich zunächst einmal wie viel Geld du in den vergangenen 10 Jahren gespart hast. Du hast bereits deine Antwort? Sehr gut! Dann frage dich im nächsten Schritt wie viel Geld du gespart haben wirst, wenn du JETZT nichts änderst! Wäre dieser Betrag dann drei-, vier oder vielleicht sogar fünfstellig?

Stelle dir nun die folgenden Szenarien vor: 

  1. Alle deine Einnahmen brechen weg. Du erhältst kein Arbeitslosengeld und kein Hartz4. Was denkst du, wie lange du von deinen Ersparnissen leben könntest?
  2. Du sparst bis zu deinem 65. Lebensjahr im selben Tempo weiter wie bisher. Deine Rente beträgt 900 € monatlich. Um deine Lebenshaltungskosten decken zu können benötigst du 1.100 € monatlich. Wie lange würden in diesem Fall deine Ersparnisse reichen?

Wahrscheinlich hast du zu diesem Zeitpunkt bereits erkannt, dass du die Höhe deiner Ersparnisse überschätzt hast. Dass du allein für deine Lebenshaltungskosten deutlich mehr Geld benötigst, als du vielleicht erwartest hast. Dabei ist noch gar nicht an die Aufrechterhaltung deines gegenwärtigen Lebensstandards zu denken.  

Tatsächlich überschätzen viele Menschen wie weit sie mit ihren Rücklagen kommen. 30.000 € reichen dabei bei Weitem noch nicht aus. Um dich langfristig finanziell absichern zu können, benötigst du Rücklagen im bis zu sechsstelligen Bereich. Es ist also höchste Zeit anzufangen!!!

Viele Menschen überschätzen was sie in einem Jahr schaffen können, während sie unterschätzen was in 10 Jahren möglich ist.

2. Schritt: Ermittle deine Fixkosten

Schaue dir nun deine Fixkosten an. Um deine finanzielle Situation auf ein neues Level zu heben, solltest du nun deine Fixkosten identifiziert.

Was sind Fixkosten?

Als Fixkosten (oder auch festen Kosten)  bezeichnet man die Ausgaben eines Privathaushalts, die regelmäßig auf Grundlage vertraglicher Verpflichtungen anfallen. Der überwiegende Teil der Fixkosten ist monatlich fällig, seltener müssen Fixkosten viertel-, halbjährlich oder jährlich bezahlt werden.

Was zählt zu den Fixkosten?

Unter die Fixkosten eines Privathaushaltes fallen in der Regel die folgenden Kosten:

  • Haushalt: Miete, Strom, Gas, GEZ, Handy, Internet, Streaming
  • Transport: Monatsticket, Leasingkosten, KFZ-Steuer
  • Versicherung: Hausrat, Privat-Haftpflicht, KFZ, Berufsunfähigkeit, Berufshaftpflicht, Rente
  • Mitgliedschaften: Fitness Studio, Verein, Berufsverband, Partei, Mieterverein, Club (ADAC etc.)

BEACHTE: Kosten für Lebensmittel und Benzin fallen NICHT unter die Fixkosten!

Nimm dir für die Identifizierung deiner Fixkosten gerne ein wenig Zeit. Fixe Beträge die nur einmal jährlich für etwa Versicherungen vom Konto abgehen werden dabei gerne einmal vergessen. Lege diese Kosten auf den Monat um, um dir einen realistischen Eindruck zu vermitteln, wie viel Geld du im Monat tatsächlich ausgeben MUSST.

3. Schritt: Optimiere deine Fixkosten

Du weißt inzwischen wie hoch deine monatlichen Fixkosten sind. Du weißt vermutlich noch nicht, dass sich diese Fixkosten durchaus optimieren lassen.

Wenn du dich langfristig finanziell absichern und dafür deine Sparrate erhöhen möchtest, lohnt es sich deine Fixkosten einmal jährlich auf Optimierungsbedarf zu überprüfen.

Führe Versicherungschecks durch

Führe hierfür zunächst Versicherungschecks durch. Zahlst du für alle deine Versicherungen wirklich nur das was du zahlen musst? Oder gibt es inzwischen neuere günstigere Tarife? Kontaktiere deine Versicherungen, um entsprechende (Verbesserungs-) Angebote einzuholen.

Prüfe regelmäßig deinen Handy- und Internetvertrag

Ähnlich wie mit den Versicherungen solltest du deinen Handy- und deinen Internetvertrag überprüfen. Die Kosten für diese Services werden von Jahr zu Jahr günstiger, so dass ältere Verträge oft gerne einmal teurer als sie sein müssten. Ein Tarif- oder Anbieterwechsel kann dabei wahre Wunder vollbringen und eine geringere monatliche Belastung bedeuten.

Wechsele gegebenenfalls den Stromanbieter

Du bist seit Jahren beim gleichen Stromanbieter? Vielleicht solltest du auch hier einmal zu Vergleichen beginnen. Möglicherweise können andere Anbieter dir den Strom zu einem günstigeren Tarif bereitstellen. Vergleichen kann sich hier durchaus lohnen.

Finanzielle Freiheit

4. Schritt: Führe ein Haushaltsbuch

Du konntest bereits deine Fixkosten ermitteln und hast diese inzwischen sogar optimiert. Im nächsten Schritt gilt es nun dir einmal deine variablen Kosten anzusehen. Dieser Schritt ist essentiell. Denn nur wer seine Ausgaben kennt, kann langfristig seine Finanzen optimieren. Um diese zu ermitteln solltest du ein Haushaltsbuch führen.

Was sind variable Kosten?

Unter dem Begriff variable Kosten versteht man den Anteil deiner Kosten, der unterschiedlich hoch ausfallen kann. Den variablen Kosten liegen keine Verträge zugrunde, so dass diese problemlos gesenkt werden können. 

Was zählt zu den variablen Kosten?

Zu den variablen Kosten können die folgenden Posten zählen:

  • Lebenshaltung: Lebensmittel, Getränke, Medikamente,….
  • Anschaffungen: Kleidung, Schuhe, Möbel, Küchengeräte, Sportgeräte,…
  • Freizeit: Gastronomie, Urlaub, Eintrittskarten,…
  • Bildung: Bücher, Seminare, Podcasts,…
  • Beratung: Anwalt, Steuerberater, Coaching, Arzt,…
  • Dienstleistungen: Friseur, Kosmetik, Massage, Tätowierung, Piercing,…

Was ist ein Haushaltsbuch?

Ein Haushaltsbuch dient der persönlichen Buchhaltung. Es gilt als wirksames Werkzeug im Rahmen eines sparsamen Lebensstils, da es unnötige Ausgaben erkennen lässt und damit den Vermögensaufbau unterstützt. 

Um diese unnötigen Ausgaben zu erkennen, werden die monatlichen Einnahmen den Ausgaben gegenübergestellt. Die Ausgaben sollten dabei möglichst Kategorien zugeordnet werden. Durch diese Kategorisierung wird Kostentransparenz hergestellt, was im Nachgang eine genaue Budgetierung ermöglicht.

Du kannst dein Haushaltsbuch handschriftlich oder digital führen.  

Für die handschriftliche Haushaltsbuchführung eignet sich ein einfaches Heft. Bei der digitalen Haushaltsbuchführung hast du die Wahl zwischen einer Excel-Tabelle oder einer Haushaltsbuchs-App. 

Eine vorgefertigte Excel Haushaltsbuch-Vorlage findest du HIER zum Download. Geeignete (zum Teil kostenpflichtige) Apps findest du in deinem App-Store.  

Wenn du unsicher bist, welche Art der Haushaltsbuchführung sich am besten für dich eignet, probiere gerne alles einmal aus. Um das Nachhalten deiner Ausgaben langfristig durchzuhalten, muss die gewählte Methode für dich sicher in den Alltag integrierbar sein.

Haushaltsbuch führen

Hast du dich einmal für ein Haushaltsbuch entschieden, beginnst du deine Kosten festzuhalten. Nehme dazu zunächst deine Fixkosten-Aufstellung zur Hand und trage deine festen Kosten in dein Haushaltsbuch ein.

Erst im nächsten Schritt beginnst du deine täglichen variablen Kosten einzutragen. Mache es dir zur Gewohnheit deine Ausgaben direkt, spätestens aber am Abend eines jeden Tages, festzuhalten. Du wirst sehen, dass du schnell Routine darin entwickelst. 

Das Haushaltsbuch wird dir helfen, deine Ausgaben zu disziplinieren und deine Finanzen zu optimieren. Es gilt als wichtigstes Instrument im Rahmen der Optimierung deiner Finanzen.

5. Schritt: Identifiziere Sparpotentiale

Du hast bereits deine Fixkosten optimiert. Nun gilt es auch bei deinen variablen Kosten Sparpotentiale zu entdecken. Vermutlich gibt es da mehr, als du zunächst glaubst.

Um potentielle Sparpotentiale herauszuarbeiten, lohnt es sich dein Haushaltsbuch zunächst ein bis zwei Monate zu führen und im Anschluss zu analysieren.

An welchen Stellen hast du vielleicht auffällig viel Geld ausgegeben? War das wirklich notwendig oder lassen sich daraus Rückschlüsse ziehen, die dir in der Zukunft behilflich sein können?

Lies zum Thema Sparpotentiale gerne auch die folgenden Beiträge:

Erst wenn du beginnst weniger Geld auszugeben, als du verdienst, wirst du dir ein Vermögen aufbauen können. 

6. Schritt: Setze dir finanzielle Ziele

Da du nun einen gewissen Überblick hast wieviel Geld du im Monat ausgibst, kannst du nun darüber nachdenken wie viel du monatlich beiseite legen kannst.

Du weißt bereits, dass für eine langfristige finanzielle Absicherung Rücklagen in mehrstelliger Höhe notwendig sind. Diese Aussage soll dich keinesfalls demotivieren, sondern dir die Notwendigkeit von langfristiger Ausrichtung vor Augen führen. Denke hier gerne an den Vergleich mit dem Marathon.  

Ein Marathonläufer hat ein klares Ziel! Er möchte 42 km in weniger als drei Stunden laufen. Um dieses Ziel zu erreichen, trainiert er kontinuierlich und strategisch. 

Ebenso wie beim Marathon ist auch für den Vermögensaufbau ein spezifisches Ziel und ein kontinuierliches und strategisches Training notwendig. Das Ziel, das es zu erreichen gilt, solltest du dir mit Hilfe der SMART-Methode setzen. 

SMART-METHODE

S = spezifisch

Definiere dein Ziel so konkret, dass es keinen Interpretationsspielraum gibt! 

Mein Ziel ist es zu sparen ist kein Ziel, sondern eine leere Floskel. Formuliere stattdessen konkret wie viel Geld du sparen möchtest. 

Mein Ziel ist es 100.000 € zu sparen!

M = messbar

Um rückblickend feststellen zu können, ob du dein Ziel erreicht hast, muss es von Anfang an so formuliert werden, dass es messbar ist. Dies ist beim Vermögensaufbau sehr leicht, da quantitative Ziele immer eindeutig messbar sind. 

Anstatt zu sagen Mein Ziel ist es 100.000 € zu sparen, formuliere besser:

Ich möchte bis zu meinem 55. Lebensjahr 100.000 € sparen. Um dies zu erreichen muss ich für die kommenden 25 Jahre monatlich 334 € beiseite legen

A = attraktiv
Dein Ziel muss dich zum Dranbleiben motivieren. Es sollte für dich also entsprechend attraktiv sein. Versuche dir vor Augen zu führen, dass ein bestimmte Vermögenshöhe unter Umständen auch den frühen Ruhestand und die finanzielle Freiheit bedeuten kann.

R = realistisch

Dein Ziel sollte realistisch sein! Solltest du nach der Finanzoptimierung merken, dass du monatlich maximal 300 € sparen kannst, sollte es nicht dein Ziel sein, in 24 Monaten 15.000 € zu sparen. Zu hoch gesteckte Ziele sorgen langfristig nur für Frustration. In diesem Fall sollte das Ziel dann eher heißen:

Ich möchte in den kommenden 24 Monaten 6.750 € sparen

T = terminiert

Um dein Ziel messbar zu machen, solltest du klare zeitlichen Rahmen abstecken. Um deine Motivation hoch zu halten, ist es sinnvoll, auf dem Weg zu deinem Endziel zeitliche Zwischenziele zu setzen.

Anstatt zu sagen Ich möchte 100.000 € bis zu meinem 55. Lebensjahr sparen, sage besser:

Ich möchte in den kommenden 24 Monaten 15.000 € sparen.

Dieses Zwischenziel ist viel greifbarer und wird dich längerfristig motivieren.

Formuliere dein erstes Sparziel mit Hilfe der SMART-Methode und halte dieses Ziel in den kommenden Monaten stets im Hinterkopf. 

Gleiche dieses Sparziel im Zuge der Optimierung deiner Finanzen immer wieder mit deinem Überschuss ab. Es ist möglich, dass du dein Ziel einem späteren höheren Überschuss entsprechend anpassen kannst. 

7. Schritt: Führe das Mehrkontenmodell ein

Unter dem Mehrkontenmodell versteht man eine Sparstrategie, die der Optimierung der persönlichen Finanzen dient. Das langfristige Ziel des Mehrkontenmodells ist der Vermögensaufbau.

Der Grundgedanke des Mehrkontenmodells besteht darin, dass unterschiedlich hohe Anteile deines Gehalts zu Beginn eines jeden Monats auf verschiedene Konten aufgeteilt werden. Jedes der Konten erfüllt dabei einen anderen Zweck. Das Geld, das auf diesen Konten liegt, darf nur für den entsprechenden Zweck eingesetzt werden.

Mit Hilfe dieser Strategie bringst du Transparenz in deine Finanzen und stellst sicher, dass monatlich ein gleichbleibender Anteil deines Gehalts in deinen Vermögensaufbau fließt.

Entscheide dich für eine Sparstrategie

Wie viele Konten du für das Mehrkontenmodell anlegen möchtest, hängt von deinen individuellen Bedürfnissen ab.

Anfänger starten in der Regel mit drei Konten, die die folgenden Zwecke erfüllen:  

  • Basis-Konto für den Lebensunterhalt
  • Spaß-Konto für die Freizeit
  • Sparkonto für den Vermögensaufbau

Wenn du direkt zu Beginn eine fortgeschrittene Strategie verfolgen möchtest, starte idealerweise mit vier oder sogar fünf Konten, die folgenden Zwecken dienen könnten: 

  • Basis-Konto für den Lebensunterhalt
  • Spaß-Konto für die Freizeit
  • Sparkonto für Anschaffungen
  • Sparkonto für den Vermögensaufbau
  • Bildungskonto für Seminare, Bücher, Podcasts (bringt die höchste Rendite) 

Um zu entscheiden, welche Strategie für dich am sinnvollsten ist, nimm dir gerne ein wenig Zeit zum Überlegen. Bevor du dich dabei jedoch zu sehr verzettelst, bedenke: Du kannst und sollst später noch Anpassungen vornehmen. Zu diesem Zeitpunkt soll auch noch keine genaue Budgetierung vorgenommen werden. 

Eröffne zusätzliche Konten

Eröffne im nächsten Schritt die für deine Sparstrategie passende Anzahl von Konten. Für Sparkonten eignen sich dabei Tagesgeldkonten, während sich beispielsweise für das Basis- und das Spaßkonto Girokonten eignen. 

Achte dabei jedoch darauf, dass du dir mit Eröffnung weiterer Konten keine zusätzlichen Fixkosten in Form von Kontoführungsgebühren beschwerst. Auch wenn die Kontoführungsgebühren bei vielen Banken stark angehoben wurden, so bietet die DKB beispielsweise nach wie vor gebührenfreie Konten an. 

Das kostenlose Girokonto der DKB – jetzt eröffnen

8. Schritt: Lege Budgets fest

Du führst nun idealerweise schon eine ganze Weile dein Haushaltsbuch – du kannst nun vermutlich realistisch einschätzen wie viel Geld du monatlich für die unterschiedlichen Lebensbereiche ausgibst. Es ist deshalb nun an der Zeit die Höhe der verschiedenen Anteile festzulegen, die du monatlich per Dauerauftrag auf deine unterschiedlichen Konten überweisen lässt.

Für diese Budget-Festlegung gibt es unterschiedliche Strategien:

1. 3-Konten-Modell (50/30/20-Strategie)

Wenn du zunächst mit “nur” drei Konten arbeiten möchtest, empfiehlt sich eine Aufteilung in fixe Kosten (auf ein Girokonto), variable Kosten (auf ein Girokonto), Sparanlage (zunächst auf ein Tagesgeldkonto). Häufig wird dieser Ansatz auch als die 50/30/20-Strategie bezeichnet. Diese Aufteilung geht davon aus, dass 50% des Nettoeinkommens für die Fixkosten und 30% für die variablen Kosten aufgewendet werden sollten, während 20% in einem Spartopf fließen.   

Bei einem Nettoeinkommen von 2.000 € entfallen entsprechend 1.000 € auf die Fixkosten, 600 € auf die variablen Kosten und 400 € auf den Spartop.

2. 5-Konten-Modell

Das 5-Konten-Modell berücksichtigt mehr Faktoren als das 3-Konten-Modell. Bei einem Nettogehalt von 2.000 € könnte die Budgetierung im Rahmen des 5-Konten-Modells  folgendermaßen aussehen: 

  • Basis-Konto für Fixkosten: 1.000 € (50%)
  • Konto für Lebensmittel & Kleidung: 300 € (15%) 
  • Konto für Bildung: 100 (5%)
  • Freizeit-Konto: 200 € (10%)
  • Sparkonto: 400 € (20%)

Was die Budgetierung angeht gibt es kein richtig und kein falsch. Welche Aufteilung hier für dich sinnvoll ist, hängt von deiner finanziellen Situation und deinen individuellen Bedürfnissen ab. 

Mache dich davon frei, die Budgetierung zu diesem Zeitpunkt zu perfektionieren. Du kannst die einzelnen Budgets auch zu einem späteren Zeitpunkt noch anpassen. Wichtig ist es jetzt zunächst deine Finanzen zu optimieren und dich damit langfristig finanziell abzusichern.

Finanziell abgesicherte Frau

9. Schritt: Investiere deine Ersparnisse

Zugegeben: Das Thema Aktien wirkt im ersten Moment, als eigne es sich nur für Fortgeschrittene. Doch auch von diesem Gedanken solltest du dich dringend frei machen. Denn:

Aktien sind nicht nur für Reiche – Aktien sind für Menschen, die reich werden wollen!

Besonders in Zeiten der Zinskrise und einer immer weiter steigenden Inflationsrate gewinnen alternative Anlageformen an Bedeutung.

Denn während Tagesgeldkonten früher noch mit Zinssätzen von bis zu 5% jährlich verfügbar waren, sind sie heute nahezu zinsfrei. Für manche Tagesgeldkonten muss inzwischen gar eine Gebühr bezahlt werden. So ist es nicht genug, dass dein Erspartes aufgrund der Inflation von Tag zu Tag an Kaufkraft verliert, du wirst für’s Sparen auch noch zur Kasse gebeten.

Tagesgeldkonten und Sparbücher sollten zum Sparen deshalb möglichst nur eine vorübergehende Lösung sein. Eine langfristige Lösung hingegen bieten dir ETFs.

Investiere in ETFs

Bei ETFs handelt es sich um börsengehandelte Indexfonds. Ein ETF sammelt also das Geld vieler Anleger und steckt dieses Geld in Aktien, die einem bestimmten Aktienindex zugrunde liegen. Steigt der gewählte Index, so steigt auch der Wert des ETFs, deine Ersparnisse vermehren sich.

ETFs, die unterschiedliche Wirtschaftsräume und -zweige abbilden, gelten auf dem Kapitalmarkt als vergleichsweise sichere Anlageobjekte. Sie schneiden auf lange sicher hinsichtlich der zu erwartenden Rendite besser ab, als die deutlich teureren herkömmlichen Fonds.

Hinzukommt, dass sie laufend an der Börse gekauft und verkauft werden können. Sie bieten Anleger*innen damit eine hohe Flexibilität.

Börse macht nicht reich, aber ohne Aktien bleibt man arm!

Eröffne ein Depot

In ETFs zu investieren ist nicht schwer. Alles was du dafür benötigst ist ein Depot.

Während die Eröffnung eines Depots bei „herkömmlichen“ Brokern und Banken heute oft noch sehr viel Papierkram voraussetzt, machen NEO-Broker dir diesen Schritt kinderleicht.

So ist beispielsweise das Einrichten von Aktien- und ETF-Sparplänen bei Trade Republic vollkommen kostenlos und damit für Anfänger*innen und Kleinanleger*innen sehr attraktiv. Über die Trade Republic App hast du deine Sparpläne immer im Blick und kannst intuitive und zügig Änderungen deiner Sparquote vornehmen, sofern gewünscht.

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10. Schritt: Erschließe zusätzliche Einkommensquellen

Du hast deine Finanzen inzwischen optimiert, dir ein Sparziel gesetzt und gegebenenfalls bereits begonnen dein Geld gewinnbringend zu investieren. Herzlichen Glückwunsch! Damit hast du bewiesen, dass du Verantwortung über dein finanzielles Schicksal übernehmen kannst.

Wenn du bisher noch nicht zufrieden bist und deine Sparquote gegebenenfalls noch ein wenig weiter erhöhen möchtest, könntest du nun über die Erschließung einer weiteren Einkommensquelle nachdenken.

Identifiziere weitere Einkommensquellen

Um herauszufinden, was eine geeignete zusätzliche Einkommensquelle für dich sein könnte, solltest du zunächst an deine Hobbies denken. Denn es gibt eine ganze Menge Hobbys mit denen sich durchaus Geld verdienen lässt. Das Beste daran: Es würde sich nicht wie Arbeit anfühlen.

Berücksichtige bei deinen Überlegungen gerne alles was dir Spaß macht und schau dabei auch über den Tellerrand hinaus. Es gibt viele Freizeitaktivitäten, mit denen sich Geld verdienen lässt, wenn du bereit bist deine Komfortzone zu verlassen und Neues zu lernen. Die folgenden Beiträge können die bei deinen Überlegungen inspirieren:

Erschließe weitere Einkommensquellen

Hast du einmal eine für dich mögliche zusätzliche Einkommensquelle identifiziert, gilt es diesbezüglich aktiv zu werden. Was brauchst du, um diese Geldquelle zu aktivieren? Welche Maßnahmen musst du ergreifen, um deine Idee zu einer ständigen Geldquelle werden zu lassen? Nur wer handelt, wird langfristig die Früchte seiner Arbeit ernten können.

Lasse dich deshalb nicht entmutigen und ziehe deinen gefassten Plan durch.

Dich finanziell absichern ist nicht schwer

…es verlangt lediglich ein wenig Verantwortung und Durchhaltevermögen.

Hast du deine Finanzen nämlich einmal optimiert und für dich passende Sparaufträge eingerichtet, verläuft der Vermögensaufbau beinahe ganz von allein. Investierst du dein Geld zudem noch gewinnbringend oder schaffst es zusätzliche Einkommensströme zu erschließen, wirst du dir schon bald keine Sorgen mehr um deine Finanzen machen müssen.